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Westmalle
  



Westmalle

1836. wenige Jahre nach der Gründung des belgischen Staates, kamen wieder Mönche zur 1794 gegründeten Abtei Wetsmalle inn der Nähe von Antwerpen, die unter kaiserlichem Regime geschlossen worden war. Hauptgetränk der Mönche war Wasser. Ein unhaltbarer Zustand. Um nun kein Bier einkaufen zu müssen, entschloss man sich kurzerhand, selbst Bier zu brauen.

Die erste Maische der Trappistenbrauerei der Abtei Notre Dame du Sacré Cœur wurde am 10. Dezember 1836 verkostet. Für die zwölf Holzfässer, die der Böttcher Adriaan Wens geliefert hatte, sollte die Trappistenbrüder 130,91 Belgische Franken bezahlen. Der gute Böttcher erhielt aber nur einhundert Franken, weil die Brüder nicht mehr zahlen konnten. Die Restsumme wird ihnen wohl erlassen worden sein … zum Seelenheil des Gläubigers.

Das Bier von Westmalle wurde ursprünglich nur für die Mönche und die Pilger gebraut.

Ein erster öffentlicher Verkauf fand laut der Buchführung der Abtei im Januar 1861 statt. Die Mönche verkauften zu dieser Zeit viel Hefe an die örtlichen Bäcker und brauten zwei Biere: ein Braunes und ein Helles.

 

Ein Großteil der Gebäude der aktuellen Abtei datiert aus der Zeit um 1900. In den Zwanzigerjahren entwickelte sich das Bierbrauen zu einem Geschäft.

Anfang der Neunzigerjahre erfuhr die Brauerei eine Modernisierung, braut aber immer noch nach traditioneller Methode. Die Heizkessel werden hier direkt mit einer Gasflamme befeuert. Durch diese Technik entstehen heiße Stellen im Kessel, was zu einer leichten Karamellisierung der Malze führt und dem Bier den Hauch von Karamell verleiht, der traditionell Trappistenbiere charakterisiert. Trotz des Erfolges der Biere ist das Trappistenkloster immer noch eines der weltabgeschiedensten.



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