Am Anfang war die Kneipe, oder besser gesagt, die Kneipe von Davis und Olivier Ambrel. Trotz oder vielleicht gerade wegen ihres jugendlichen Alters reifte in den Köpfen der Brüder die Idee eines eigenen Bieres. Und der Erfolg sollte den beiden schnell Recht geben. Nach 2000 Litern Ende des Gründungsjahres 1996 braut Duwac heute 8000 Liter pro Monat. Und die Nachfrage übersteigt das Angebot.
Wie die meisten kleinen Brauereien verschrieben sich auch Brüder Wagnon dem obergärigen Bier. "So können wir ohne Kühlhaus arbeiten," erklären die beiden, die Wert darauf legen, dass sie heute noch ausschließlich nach dem deutschen Reinheitsgebot aus dem 16. Jahrhundert arbeiten.
Angefangen hat alles mit dem "Ambrel": Schon der Name verdeutlicht die belgische Herkunft: "Ambré" heißt soviel wie bernsteinfarben – und Jacques Brel war wohl der belgische Chansonnier par excellence, auch wenn viele im Ausland ihn für einen Franzosen halten. Dass man bei Duwac Wert auf die belgische Herkunft legt, verdeutlicht auch das Etikett des "Ambrel": Es könnte von Horta entworfen worden sein, dem großen Jugendstilarchitekten vom Beginn des 20. Jahrhunderts.
Auch wenn das Bier nicht viel stärker als ein gutes Pils ist, hat man dennoch den Eindruck, ein Starkbier zu trinken. Olivier Wagnon erklärt das mit der verlorenen Gewohnheit, ein natürliches Bier zu trinken, so wie unsere Großväter.
Mittlerweile bietet Duwac ein zweites Bier, das Weihnachtsbier "Mère Noel", was übersetzt soviel heißt wie Weihnachtsfrau ... Und solch eine Weihnachtsfrau lacht den Genießer vom Etikett an.